Wintersemester in St. Petersburg
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Finnland

Vom 14. bis 18. Januar habe ich meine lieben Freundinnen Tina und Jana in Finnland ? das Land der 1000 Seen - besucht. Zun?chst bin ich nach Tampere/Tamerfors (sein schwedischer Name) zu Tina gereist. Tina, die mit mir am Institut f?r Sozialpolitik in G?ttingen zusammen gearbeitet hat, macht dort nun ein Praktikum und war die Woche zuvor bei mir in St. Petersburg.


Besuch in Tampere bei Tina

Tampere ist die drittgr??te Stadt in Finnland und zeigte sich w?hrend meines Besuches von seiner sch?nsten Seite. Ich konnte die wundersch?ne Winterlandschaft besonders genie?en, weil das Wetter gro?artig war: kalt aber sonnig.


Einer der vielen Seen in Tampere - Bei einem solchen Anblick kann man sich nur in Finnland verlieben.

In Finnland geh?rt der regelm??ige Sauna-Besuch sozusagen zum Volkssport. F?r besonders Mutige empfehle ich das Eisschwimmen. Bei unseren Spazierg?ngen durch die finnische Winterlandschaft haben Tina und ich ?fters Finnen beim Schwimmen im eiskalten Wasser gesehen. F?r mich pers?nlich w?re das ja nichts.


Eisschwimmen

Finnland ist neben seiner wundersch?nen Landschaft eines der Vorbildl?nder Deutschlands, und das nicht zuletzt nach der PISA-Studie. Die Finnen sind sich ihrer recht schwierigen Sprache bewusst, und legen deshalb viel Wert auf einen guten Englisch-Unterricht in der Schule. Als Finnland-Besucher kann man sich meistens gut mit Englisch verst?ndigen, denn Alt und Jung spricht Englisch. Finnisch ist eine ganz entz?ckende, interessante, aber auch gew?hnungsbed?rftige Sprache. Wie mir Tina und Jana berichteten auch nicht ganz einfach zu lernen. Vielleicht kann mir jemand mal ?bersetzen, was auf den Schildern steht.



Von Tampere aus fuhr ich danach zu meiner lieben Jana nach Helsinki, die in der finnischen Hauptstadt ihr Auslandssemester verbringt. Von ihr bekam ich eine individuell, auf mich abgestimmte Stadtf?hrung, die mit einem 2 Stunden Aufenthalt im H&M endete. In Russland gibt es keine H&Ms und nach 5 Monaten sind 2 Stunden doch ganz ok. Wer richtig viel Geld verdienen will, dem w?rde ich es raten, H&M in Russland zu vertreiben. Die Kundschaft ist auf alle F?lle da!


Das PUK(=Jana) in Helsinki

Finnland ist ein reicher Wohlfahrtsstaat. Dies merkt man, wenn sich ein Land "Fu?g?ngerwegew?rmer" leisten kann. Bei Minustemperaturen werden durch diese Vorrichtung die Wege erw?rmt, so dass sich kein Glatteis bilden kann und die Fu?g?nger somit nicht hinfallen k?nnen. Ist wahrscheinlich g?nstiger als die Kosten f?r gebrochene Knochen zu tragen.



Finnland ist ein wundersch?nes Land, aber auch sehr teuer. Ein Milchkaffee in einem Caf? in Helsinki kostet z.B. 3,50 Euro. Auch beim Kauf von Lebensmitteln zahlt man einiges mehr als in Deutschland. Ich, dich aus St. Petersburg angereist kam und dort andere Preise gew?hnt war, hatte einen kleinen Preis-Schock.

Nichtsdestotrotz bin ich nun ein Finnland-Fan und hoffe irgendwann nochmals dorthin zu reisen.
28.1.05 13:44


Es hat zwar ein wenig l?nger gebraucht, aber wie versprochen, hier nun einige Eindr?cke aus Moskau.
Die russische Hauptstadt besuchte ich bereits vom 26. bis
29. Dezember letzten Jahres. Mit ca. 10 Millionen Einwohnern ist Moskau erschlagend gro?.
Wenn man sich dazu noch ungef?hr die Anzahl der Vehikel vorstellt, die tagt?glich die mehrspurigen Stra?en Moskaus befahren, erh?lt man einen Eindruck von der Gewaltigkeit dieser Stadt. Au?erdem ist der Rhythmus dieser Stadt sehr viel stressiger und hektischer als in St. Petersburg. Als wir auf dem Roten Platz dann noch den Nikolaus und Lenin gemeinsam beim Plausch sahen, wussten wir nicht mehr, wo wir gelandet waren.

Ich, die die architektonische Sch?nheit der russischen Kulturhauptstadt Tag f?r Tag genie?e, fand Moskau einfach zu gro?. Und bekenne mich hiermit als Stadtpatriotin St. Petersburgs.


Der Rote Platz


Mausoleum Lenins


Karl Marx lebt!!!
Gegen Bezahlung kann man sich mit ihm photografieren lassen.

Viel zu schnell sind die letzten Tage vergangen und langsam beginnt bei mir der schmerzliche (ja auch von Russland!!) Abschied. Ich bin sehr besch?ftigt, meine Lieben hier noch so oft wie m?glich zu sehen, einige Museen zu besuchen und Souvenirs einzukaufen.
Au?erdem werde ich am kommenden Freitag noch schnell nach Finnland (Helsinki ist von St. Petersburg nur f?nf Zugstunden entfernt) reisen. Wenn man schon mal hier ist.
9.1.05 18:45


Lettland und Estland

Wer noch nicht wei?, wohin er seinen n?chsten Urlaub planen soll, dem sei das Baltikum als wundersch?nes Reiseziel ans Herz gelegt. Katharina und ich haben vergangene Woche Lettland und Estland bereist. Zun?chst ging es mit dem Nachtzug von St. Petersburg nach Riga. Die Fahrtzeit betrug ca. 11 Stunden, wobei wir mindestens anderthalb Stunden an der lettisch-russischen Grenze warten mussten. Die Ausreise aus der Russischen F?deration ins neue EU-Land Lettland ist mit Wagonkontrolle von Grenzbeamten um 2 Uhr nachts verbunden. Das ist f?r unsereins als EU-B?rger, der ja praktisch keine Grenzen mehr kennt, sehr ungew?hnlich.

In Riga angekommen, haben wir uns f?r zwei N?chte in ein g?nstiges Hostel eingemietet. Um Geld zu sparen, w?hlten wir ein 10-Bett-Zimmer in der Annahme, dass au?er uns nur 3 Norwegerinnen mit uns wohnen w?rden. Wir worden jedoch eines Besseren belehrt, als nachts noch zwei Finnen, ein Litauer, ein Schotte (Paul, der ebenfalls in St. Petersburg studiert) und ein dubiose Pilger(!) (angeblich ein Lette, der schwer gegen die EU gewettert hat) in unser Zimmer eintrafen. Jeder kann sich lebhaft vorstellen, wie hoch die Schlafqualit?t in diesen zwei N?chten war. Aber wir sind ja jung!

Die lettische Hauptstadt ist wirklich sehr entz?ckend. Besonders der Spaziergang in der Altstadt, mit seinen verwinkelten G?sschen und bunt angemalten H?usern, hat uns Gro?st?dtlerinnen (St. Peterburg hat ca. f?nf Millionen Einwohner) gut getan.


In Riga findet man auch ansehnliche Jugendstil-H?user.

Es war f?r uns wirklich ungewohnt, ?ber die Stra?e gehen zu k?nnen und zu wissen, die Autofahrer warten, bis wir die andere Stra?enseite erreicht haben. In Riga haben wir unter anderem auch das Okkupations-Museum besucht, in dem ?ber die Sowjet-Unterdr?ckung der Letten anschaulich informiert wurde.

Von Riga sind wir mit dem Bus nach Tallinn gefahren. Auf unserem Weg dorthin, fuhren wir durch eine wundersch?n verschneite Winterlandschaft. Der erste Eindruck von Estland (estn.: Eesti) ist die Sprache. ?Minu nimu on Bettina? und hei?t so viel wie ?Mein Name ist Bettina? und ist das einzige was ich auf estnisch sagen kann. Die estnische Sprache, mit seinen vielen langen und kurzen Vokalen, wirkte auf mich ausgesprochen fremd. Estnisch geh?rt ebenfalls zur finnisch-ugrischen Sprachgruppe und hat diesbez?glich gro?e ?hnlichkeit mit dem finnischen. Und auch sonst erh?lt man einen nordisch-skandinavischen Eindruck.

Die estnische Hauptstadt ist ? entsprechend der Gr??e des Landes ? eine kleine Hauptstadt. Das Flair der Altstadt erinnerte mich einwenig an eine mittelalterliche Burg: Viele kleine verwinkelte Gassen, eine hohe Stadtfestung, die alte Domkirche, etc. ?ber den Weihnachtsmarkt freuten wir uns ungemein, da wir auf diese Weise doch noch in diesem Jahr einen H??gvein (Gl?hwein) trinken konnten.


Tallinner Weihnachtsmarkt

In den vielen Souvenir-L?den gibt es Schwedenpullover, Wollm?tzen oder nordische Holzketten zu kaufen, was nochmals den Eindruck verst?rkt, man sei in Skandinavien. Auf der anderen Seite zeigt das Stadtbild von Tallinn Einkaufszentren und Malls westeurop?ischen Typs.


?ber den D?chern Tallinns

Riga und Lettland sind Hauptst?dte mit viel Charme. Neben der national-kulturellen eigenen Mentalit?t, sp?rt man wahrhaftig den europ?ischen Geist. Katharina und ich m?chten auf jeden Fall nochmals dorthin reisen. Das n?chste Mal jedoch im Sommer, um die wundersch?nen Str?nde und Landschaften erleben zu k?nnen.


Katharina und ich
24.12.04 21:35


Ich w?nsche allen ein fr?hliches, besinnliches Weihnachtsfest oder Chanukkafest.
F?r das neue Jahr w?nsche ich Gl?ck, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Alles Liebe,
eure Bettina


Einen guten Rutsch ins Jahr 2005
22.12.04 18:07


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