Wintersemester in St. Petersburg
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Weil viele meiner lieben Freunde wohl vergessen haben, wie ich ausschaue, hier ein Bild von mir an den Atlanten des Hermitage-Theaters.

Ein neuer Bericht kommt versprochen in den n?chsten Tagen.


Bettina mit M?tze in der Hand
9.11.04 17:40


Iwangorod

Ein kurzer Nachtrag zu meiner Exkursion nach Iwangorod, an der ich mit anderen ausl?ndischen Studenten am vergangenen Sonntag teilgenommen habe.

Iwangorod liegt an der Grenze zu EU-Land Estland.



Ausser einem unspektakul?ren Kreml gab es dort nicht viel mehr zu sehen. Im Gegenteil, es war kalt und nass und wir sind insgesamt 6 Stunden gefahren, um uns in der K?lte eine halbe Stunde die Burg anzugucken. Danach sind wir Tee trinken gegangen.


Der Kreml von Iwangorod



Meine lieben Mitstreiter in der russischen K?lte: Emanuel aus Frankreich, Katharina und Gordon aus Leipzig, Anna aus Regensburg und Verena und Jana aus Passau.



Verena, Jana und Joana
5.11.04 14:59


ACHTUNG!!! KEINE PAKETSENDUNGEN NACH RUSSLAND!

Falls jemand ?berlegt, mir zu Weihnachten eine Freude bereiten und ein P?ckchen nach Russland schicken zu wollen, den bitte ich das NICHT zu tun. Mit der Deutschen Post h?tte das Paket schon Ende Oktober abgeschickt werden m?ssen, um Ende Dezember auch bei mir eventuell anzukommen.

Meine Eltern haben auf mein Bitten mir durch UPS ein Paket nach St. Petersburg geschickt. Man muss dazu sagen, dass meine Eltern nicht zum ersten Mal Pakete in die Russische F?deration versendet haben und deshalb auch mit den Gesch?ftsbedingungen und Arbeitsweisen von UPS vertraut sind. In diesem Paket befinden sich neben Kleidung und B?chern, auch Teep?ckchen aus dem Teel?dle in Kornwestheim.

Mein Paket ist am 21.10.2004 am St. Petersburger Flughafen Pulkovo gelandet. Seit diesem Tag telefoniere ich jeden zweiten Tag mit meiner mittlerweile pers?nlichen Mitarbeitern von UPS Russia, der guten Fatima, um zu erfahren, wann ich endlich meine pers?nlichen Gegenst?nde, wie u.a. meine DocMartens inklusive deutschem Stra?endreck an den Sohlen, zu gestellt bekomme. Denn zum einen hat die russische Zollabfertigung mein Paket ge?ffnet, um mal zu gucken, ob meine Eltern mir Drogen, Waffen oder Bomben neben die Milkaschokolade gelegt haben. Zum anderen muss ich jetzt f?r meine eigenen Sachen Zollgeb?hr bezahlen, obwohl der Inhalt des Pakets ganz offiziell NICHT als kommerzielle Ware ausgezeichnet war, sondern es sich um Gebrauchsgegenst?nde f?r den privaten Gebrauch handelt.

Im Augenblick wei? ich noch nicht was ich bezahlen muss, denn ich warte auf die medizinisch-chemische Analyse meines Kr?utertees. Die Russen wollen eben genau wissen, was sich so in einem Roibusch-Tee befindet. An dieser Stelle viele Gr??e ins Labor von der Zollabfertigung in St. Petersburg oder wo auch immer mein Tee auf seine Substanz untersucht wird: ?Jungs, zum Wohl, auf euch! Und wenn ihr wollt, dann probiert auch gleich mal meinen Lebkuchen!?

Die freundlichen und kompetenten UPS-Mitarbeiter in Deutschland haben nat?rlich keine Ahnung, sind aber fix, wenn es um das Schreiben von Rechnungen geht, die meine Eltern auch bereits f?nf Tage nach Versenden des Pakets erhalten haben.

Ich bin so genervt, ich wei? nicht mehr ob ich ?ber all das hier weinen oder mich totlachen soll. Aber Abenteuer Russland geht weiter! Und ich bei? mich durch! Ich halte regelm??ig ein kleines Schw?tzchen mit der Fatima, bis ich dann endlich wei?, wie viel Geld die f?r meine alten Pullis, Stiefel und Tees haben wollen.

Ich halte euch auf dem Laufenden.
5.11.04 10:20


Russische Banja

Den Besuch in einer russischen Banja (einer Art Dampfsauna) habe ich mir schon vor meiner Abreise hierher fest vorgenommen.

Unser erster Versuch eine Banja in St. Petersburg aufzusuchen, f?hrten Sophie (ein nettes M?dchen aus Genf) und mich in einen einbruchgef?hrdeten Hinterhof eines Wohnhauses in der N?he der Moika. Zumindest erschien es uns als sehr merkw?rdig, dass sich zwischen Baumaterial und Steinbrocken eine seri?se Badeanstalt befinden sollte. Doch wir wurden f?ndig, in dem pl?tzlich ca. sieben bis acht leicht bekleidete M?nner im mittleren Alter oder auch ?lter nur mit einem Handtuch um die Lenden vor uns standen und gen?sslich ihr Bier tranken. Tats?chlich befand sich hier eine Banja, die aber leider (gottseidank) f?r Frauen nur am Donnerstag ge?ffnet hat. Keine zehn Pferde h?tten mich dazu gebracht dort zu saunen.

Einen Tag sp?ter hatten Sophie und ich Gl?ck und fanden eine recht angenehme Banja. Sie entsprach zwar nicht unserem deutschen Standard und w?rde nach einer deutschen Gesundsheitskontrolle gnadenlos geschlossen werden, dennoch haben wir uns dort sehr wohlgef?hlt. Es war schon fast ein exotisches Erlebnis, da sich die russische Banja schon von der deutschen Sauna unterscheidet.

Es gibt immer getrennte Bereiche f?r Frauen und M?nner, nicht wie in Deutschland Mischsaunen. Am ungew?hnlichsten sind die Birkenzweige-Ruten, mit denen man sich auf den K?rper schl?gt. Junge Birkenzweige werden abgeschnitten, getrocknet und zu einer Rute zusammengebunden. In der Banja legt man diese Zweige dann in Wasser, so dass sich die Bl?tter mit Wasser f?llen. In der Banja selbst war es dann lustig anzusehen, wie nackte Frauen mit Wollm?tzen auf dem Kopf (angeblich f?r den Schutz der Haare) sich selbst oder gegenseitig mit den Ruten hauen. Muss hervorragend f?r die Durchblutung sein. Das jetzt bitte keine Missverst?ndnisse aufkommen, dass machen die M?nner auch. Das ist eben ein alter Banja-Brauch!

Nach den Strapazen der hei?en Dampfluft und der Kaltduschen, g?nnten sich dann einige der M?dels zur Entspannung einen Schnaps oder ein Bierchen, bis sie ihren Banja-Besuch fortsetzten. Das sind eben harte Frauen, ich w?re nach Alkohol in der Banja echt ko.

Der Waschraum wurde zum Ende hin eine Sch?nheitsfarm. Peeling, Masken, Seifen, Kratzb?rsten,? ?berall wo man hinschaute, schruppten sich die Frauen. Fr?her war der Banja-Besuch f?r viele Familien die einzige M?glichkeit sich zu waschen, da z.B. in den Kommunalwohnungen kein Bad vorhanden war. Auch wenn die Wohnungen heute ein Badezimmer haben, ist der Banja-Besuch weiterhin mit K?rperpflege verbunden.

Einen regelm??igen Banja-Besuch w?hrend der Winterzeit haben Sophie und ich uns fest vorgenommen.
28.10.04 08:24


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