Wintersemester in St. Petersburg
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Russische Winterimpressionen

Leider war ich nur zwei Tage in Moskau, denn mit der Ankunft meiner Eltern sind wir gemeinsam zu Freunden meiner Eltern nach Rjasan gefahren. Rjasan liegt 180 km s?d?stlich von Moskau.

Man muss echt sagen, dass Moskau und St. Petersburg sich architektonisch um Welten unterscheiden. Da meine Zeit dort zu kurz war, werde ich auf alle F?lle noch mal in die russische Hauptstadt reisen, viele Photos machen und an dieser Stelle pr?sentieren.

Ich kann jedoch bereits festhalten, dass zwar Moskau und St. Petersburg die Metropolen des gro?en russischen Landes sind, das wahrhafte Russland jedoch in der Provinz zu finden ist.


M?nnerkloster in der N?he von Rjasan


Ein Wahrzeichen Russlands: Birkenw?lder


Konstantinova

Der bekannte Lyriker Sergej A. Jessenin (1895-1925) verbrachte seine Kindheit in diesem Dorf. Es besteht aus vielen kleinen Holzh?uschen, in denen die dort lebenden Bauern oft ohne flie?endes Wasser leben.

Zusammen sind wir von Rjasan nach St. Petersburg in einem russischen Zug gefahren. Die Fahrtzeit betrug neun Stunden, von 21 Uhr bis 12 Uhr mittags und war ein wirkliches Erlebnis.

In den russischen Nachtz?gen gibt es drei Preiskategorien: Platzkart, Coup? und Schlafwagen. Will man Geld sparen, kauft man sich eine Platzkart und verbringt die Nacht in einem Gro?raumschlafwagen. Coup? ist das in Deutschland bekannte Schlafenwagenabteil, in dem sich vier Liegen befinden. Im russischen Schlafwagen f?hrt man 1. Klasse und bekommt sogar Kaviar gereicht und kann ?im Gegensatz zu Platzkart und Coup? ? die Abteiltemperatur regulieren. Wir sind nach St. Petersburg im Coup? gefahren. Mit +25 Grad Innentemperatur war es einfach nur stickig.

Meine Zeit in Moskau und Rjasan habe ich sehr genossen. Ich kann mich jetzt einige Tage ausruhen, bis es am Freitagabend nach Riga und darauf folgend nach Tallin geht.
14.12.04 09:15


Ich w?nsche allen ein fr?hliches, besinnliches Weihnachtsfest oder Chanukkafest.
F?r das neue Jahr w?nsche ich Gl?ck, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Alles Liebe,
eure Bettina


Einen guten Rutsch ins Jahr 2005
22.12.04 18:07


Lettland und Estland

Wer noch nicht wei?, wohin er seinen n?chsten Urlaub planen soll, dem sei das Baltikum als wundersch?nes Reiseziel ans Herz gelegt. Katharina und ich haben vergangene Woche Lettland und Estland bereist. Zun?chst ging es mit dem Nachtzug von St. Petersburg nach Riga. Die Fahrtzeit betrug ca. 11 Stunden, wobei wir mindestens anderthalb Stunden an der lettisch-russischen Grenze warten mussten. Die Ausreise aus der Russischen F?deration ins neue EU-Land Lettland ist mit Wagonkontrolle von Grenzbeamten um 2 Uhr nachts verbunden. Das ist f?r unsereins als EU-B?rger, der ja praktisch keine Grenzen mehr kennt, sehr ungew?hnlich.

In Riga angekommen, haben wir uns f?r zwei N?chte in ein g?nstiges Hostel eingemietet. Um Geld zu sparen, w?hlten wir ein 10-Bett-Zimmer in der Annahme, dass au?er uns nur 3 Norwegerinnen mit uns wohnen w?rden. Wir worden jedoch eines Besseren belehrt, als nachts noch zwei Finnen, ein Litauer, ein Schotte (Paul, der ebenfalls in St. Petersburg studiert) und ein dubiose Pilger(!) (angeblich ein Lette, der schwer gegen die EU gewettert hat) in unser Zimmer eintrafen. Jeder kann sich lebhaft vorstellen, wie hoch die Schlafqualit?t in diesen zwei N?chten war. Aber wir sind ja jung!

Die lettische Hauptstadt ist wirklich sehr entz?ckend. Besonders der Spaziergang in der Altstadt, mit seinen verwinkelten G?sschen und bunt angemalten H?usern, hat uns Gro?st?dtlerinnen (St. Peterburg hat ca. f?nf Millionen Einwohner) gut getan.


In Riga findet man auch ansehnliche Jugendstil-H?user.

Es war f?r uns wirklich ungewohnt, ?ber die Stra?e gehen zu k?nnen und zu wissen, die Autofahrer warten, bis wir die andere Stra?enseite erreicht haben. In Riga haben wir unter anderem auch das Okkupations-Museum besucht, in dem ?ber die Sowjet-Unterdr?ckung der Letten anschaulich informiert wurde.

Von Riga sind wir mit dem Bus nach Tallinn gefahren. Auf unserem Weg dorthin, fuhren wir durch eine wundersch?n verschneite Winterlandschaft. Der erste Eindruck von Estland (estn.: Eesti) ist die Sprache. ?Minu nimu on Bettina? und hei?t so viel wie ?Mein Name ist Bettina? und ist das einzige was ich auf estnisch sagen kann. Die estnische Sprache, mit seinen vielen langen und kurzen Vokalen, wirkte auf mich ausgesprochen fremd. Estnisch geh?rt ebenfalls zur finnisch-ugrischen Sprachgruppe und hat diesbez?glich gro?e ?hnlichkeit mit dem finnischen. Und auch sonst erh?lt man einen nordisch-skandinavischen Eindruck.

Die estnische Hauptstadt ist ? entsprechend der Gr??e des Landes ? eine kleine Hauptstadt. Das Flair der Altstadt erinnerte mich einwenig an eine mittelalterliche Burg: Viele kleine verwinkelte Gassen, eine hohe Stadtfestung, die alte Domkirche, etc. ?ber den Weihnachtsmarkt freuten wir uns ungemein, da wir auf diese Weise doch noch in diesem Jahr einen H??gvein (Gl?hwein) trinken konnten.


Tallinner Weihnachtsmarkt

In den vielen Souvenir-L?den gibt es Schwedenpullover, Wollm?tzen oder nordische Holzketten zu kaufen, was nochmals den Eindruck verst?rkt, man sei in Skandinavien. Auf der anderen Seite zeigt das Stadtbild von Tallinn Einkaufszentren und Malls westeurop?ischen Typs.


?ber den D?chern Tallinns

Riga und Lettland sind Hauptst?dte mit viel Charme. Neben der national-kulturellen eigenen Mentalit?t, sp?rt man wahrhaftig den europ?ischen Geist. Katharina und ich m?chten auf jeden Fall nochmals dorthin reisen. Das n?chste Mal jedoch im Sommer, um die wundersch?nen Str?nde und Landschaften erleben zu k?nnen.


Katharina und ich
24.12.04 21:35





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